Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)




15.10.2020

Biotüte ist ein dauerhaftes System

Seit der Einführung der Biotüte 2018 wird immer wieder über das System diskutiert. Dauerlösung oder Modellversuch? Verpflichtend oder freiwillig? Entspricht das System den gesetzlichen Vorgaben oder muss vor jedem Haus eine Biotonne stehen? Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) stellt klar: Die Biotüte ist das Erfassungssystem für Speiseabfälle in der Region.

Die Biotüte ist das Resultat eines Vergleichs mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als zuständiger Aufsichtsbehörde. Sie soll die getrennte Erfassung von Nahrungs- und Küchenabfällen im Verbandsgebiet des A.R.T. sicherstellen. Die Vereinbarung sieht dabei weder einen Modellversuch mit entsprechendem Enddatum vor, noch definiert sie Mindestsammelmengen, an denen sich das System Biotüte messen lassen muss. Die Biotüte ist eine rechtlich zulässige Alternative zur Biotonne. Selbstverständlich ist es wünschenswert die Erfassungsmengen kontinuierlich zu steigern, ein vorgeschriebener Mindestwert, der erreicht werden muss, um als „erfolgreiches Erfassungssystem“ zu gelten, existiert jedoch nicht. Zudem lassen sich die Forderungen nach hohen Mengen nicht mit dem Ziel der Abfallvermeidung und den Möglichkeiten der Eigenkompostierung vereinbaren.

„Wir sind überzeugt, dass sich die Biotüte bereits bewährt hat und auf dem besten Weg ist, sich als dauerhafte Sammellösung für Speiseabfälle in der Region zu etablieren.“ so Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des A.R.T. „Die Sammelmengen sind von nur 2 kg pro Einwohner im ersten Jahr auf zwischenzeitlich 19kg pro Einwohner in 2020 gestiegen. Damit können die Sammelmengen inzwischen in jeder Hinsicht mit denen einer Biotonne mithalten.“

Neben den stark gestiegenen Sammelmengen hebt das Witzenhausen Institut, welches die Biotüte in ihren ersten Jahren wissenschaftlich begleitet, auch die besondere Qualität der erfassten Abfälle hervor. Die Fehlwurfquote – der Anteil der Abfälle, die eigentlich nicht in die Biotüte gehören - liegt unter 2% und damit deutlich unter den Quoten der Biotonne. Bei den Fehlwürfen handelt es sich primär um verpackte Lebensmittel sowie biologisch nicht abbaubare Plastiktüten.

Der Zweckverband wird die kommenden Monate nutzen, um die Sammelmengen weiter auszubauen.



  Kontakt