Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)




18.11.2020

Richtige Abfallentsorgung in Pandemie-Zeiten

Besondere Regeln für Quarantäne-Haushalte
Einmalhandschuhe zum Restabfall

Gerade jetzt ist die richtige Mülltrennung besonders wichtig. Die Corona-Pandemie stellt die Menschheit weltweit vor große Herausforderungen. Dabei kann jedermann durch die richtige Mülltrennung ganz einfach dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen.

Zum Schutz der Hausmeister, Nachbarinnen und Nachbarn in Mehrparteienhäusern sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ab­fallentsorgung empfiehlt das Bundesumweltministerium (BMU) daher in Abstimmung mit den für die Abfallentsorgung zuständigen Ministerien der Bundesländer folgende Vor­sichtsmaßnahmen.

Gemäß Rundschreiben des BMU gilt für private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben:

  • Neben Restmüll werden auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne entsorgt.
  • Sämtliche dieser Abfälle werden in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben. Einzelgegenstände wie Taschentücher werden nicht lose in Abfalltonnen geworfen.
  • Abfallsäcke werden durch Verknoten oder Zubinden verschlossen. Spitze und scharfe Gegenstände werden in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt. Müllsäcke werden möglichst sicher verstaut, so dass vermieden werden kann, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.

Zur richtigen Mülltrennung gehört auch, dass Hygieneartikel, wie Einmalhandschuhe und Mundschutzmasken im Restabfall entsorgt werden. Auf keinen Fall gehören diese Gegenstände in den Gelben Sack. Zudem sollten diese - ebenso wie Taschentücher - in zugeknoteten Säcken im Restabfallbehälter entsorgt werden.

Die Abfallwirtschaft gehört zu den sogenannten systemrelevanten Branchen. Die Firmen Veolia sowie Remondis sind mit der Entsorgung der Gelben Säcke in unserem Verbandsgebiet beauftragt und leisten damit einen wichtigen Beitrag. Dabei haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallentsorgungsbetriebe wegen der Ausbreitung von COVID-19 besondere Grundregeln der Hygiene und natürlich auch das aktuelle Kontaktverbot zu beachten.

Bedauerlicherweise wurde in der vergangenen Woche mehrfach festgestellt, dass zunehmend Hygieneartikel über den Gelben Sack entsorgt wurden. Um die mit der Abfallentsorgung beauftragten Menschen zu schützen und die im Landkreis übertragenen Entsorgungsdienstleistungen weiterhin zuverlässig erbringen zu können, werden alle Einwohnerinnen und Einwohner gebeten, anfallende Hygieneartikel über den Restabfall zu entsorgen. Eine Entsorgung von Taschentüchern, Mundschutz, Einmalhandschuhen, Putz- und Feuchttüchern über den Gelben Sack führt nicht nur zu einer Verunreinigung von Verpackungen, sondern setzt auch die Mitarbeitenden in den Sortieranlagen einem erhöhten Infektionsrisiko aus. Bei Fehlbefüllungen der Gelben Säcke werden diese mit einem Aufkleber entsprechend gekennzeichnet und nicht mitgenommen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger den Gelben Sack nachzusortieren und alles, was kein Verpackungsmaterial ist, über die Restabfallbehälter zu entsorgen.




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