Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)




12.07.2019

Aus Ferienkindern werden Abfallexperten

600 Kinder zu Gast im EVZ Mertesdorf

Rund 600 Kinder aus dem Kreis Trier-Saarburg besuchen in den ersten beiden Ferienwochen bei strahlendem Sonnenschein im Rahmen des Ferienspaßprogramms der Kreisverwaltung das Entsorgungs- und Verwertungszentrum (EVZ) Mertesdorf.

Zum fünften Mal beteiligt sich der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) am Ferienspaßprogramm. Neben Wissenswertem hat der A.R.T. Spaß und Spannung zu bieten. „Gehen wir da rauf?“ lautet gleich die erste Frage und die Blicke der Sieben- bis Zwölfjährigen sind auf einen der vielen Kompostberge gerichtet. Bevor die Frage beantwortet wird, erklärt Thomas Hentz (A.R.T.), was alles beim A.R.T. angeliefert wird und wie mit Hilfe der „kleinsten Mitarbeiter“ des A.R.T. daraus Neues entsteht. Schnell wird klar, dass mit den kleinsten Mitarbeitern Bakterien gemeint sind. Sie zersetzen die Gartenabfälle und jedes Jahr auch rund 33.000 Weihnachtsbäume. Indem die Kinder ihre Hand in den fertigen Kompost graben, können sie fühlen, welche Hitze durch die Arbeit der Kleinstlebewesen entsteht. Sobald alle Fragen beantwortet sind, heißt es „Auf die Plätze, fertig, los“ und auf allen Vieren geht es durch den feinen Kompost bergauf.

Aber nicht nur die Kinder sind wissbegierig und ausgelassen. Auch die Betreuerinnen und Betreuer stellen viele Fragen.

Viel zu schade für den Müll
Beim Sortier-Staffellauf können alle noch einmal vollen Einsatz zeigen und um die Wette rennen. Lautstark werden die Läuferinnen und Läufer angefeuert. Vielen wird bei der Auswertung zum ersten Mal bewusst, dass die Gelben Säcke nur für Verpackungen wie Erbsendose, Joghurtbecher oder Milchverpackung gedacht sind und Kinderspielzeug oder Plastikschüsseln nicht eingeworfen werden dürfen. „Das gibt Minuspunkte!“ grummelt Alex, der aufmerksam die Auswertung der Ergebnisse seines Teams verfolgt. Bei Obsttüten, Mini-Joghurtbechern, Seifenspendern und Einwegtrinkflaschen ist allen dafür klar, wie sich diese Abfälle vermeiden lassen. Blitzschnell nennen sie Alternativen. Einiges wollen sie gar nicht im Abfall sehen. „Der Seifenblasenkugelfisch ist viel zu schade zum Wegwerfen. Den kann man doch verschenken“, meint Leonie und würde ihn am liebsten gleich mitnehmen. Bei dieser Gelegenheit erwähnt Thomas Hentz auch die kostenlose Tausch- und Verschenkbörse unter www.art-trier.de, die ohne Einloggen und Passwort funktioniert.