Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)




11.02.2019

NEU: Maismehltüten für Bioabfälle

Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg als Versuchsgebiet

Vor genau einem Jahr hat der A.R.T. die Biotüte für die Sammlung von Nahrungs- und Küchenabfällen eingeführt. Die zahlreichen genehmigten Containerstandorte in den Gemeinden haben seither entscheidend dazu beigetragen, das System nutzerfreundlich zu gestalten. Auch dank der Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger konnte das System ständig erweitert und optimiert werden. Hierzu wertet der A.R.T. regelmäßig die Beiträge im Forum auf www.biotuete.info aus und nutzt die Ergebnisse der im Sommer 2018 durchgeführten Kundenzufriedenheitsbefragung. Größter Kritikpunkt sind jedoch immer die Papiertüten zur Sammlung der Bioabfälle.

Papiertüten immer wieder in der Kritik

Für viele Nutzer war und ist die Sammlung ihrer Nahrungs- und Küchenabfälle mit der Papiertüte problematisch. Mangelnde Reißfestigkeit der Tüten und damit Probleme bei der Entleerung in die Container sind die Hauptkritikpunkte.

Der A.R.T. hat sich um eine Lösung bemüht und in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Witzenhausen Institut wissenschaftliche Tests zur Vergärung von Maismehltüten in der Biogasanlage durchgeführt. Dort werden die Bioabfälle aus dem Verbandsgebiet zur Stromgewinnung genutzt. Die Gärreste kommen als Dünger in der Landwirtschaft zum Einsatz. Die biologisch abbaubaren Tüten aus Maismehl wurden der Anlage zugeführt um abschließend zu klären, ob der Einsatz möglich ist und eine rückstandsfreie landwirtschaftliche Verwertung der Gärreste sichergestellt werden kann. Sowohl der Betreiber der Anlage als auch das mit der wissenschaftlichen Begleitung beauftragte Institut haben grünes Licht gegeben. „Es gibt keinerlei Bedenken was den Einsatz dieser Tüten im Regelbetrieb angeht.“ so Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des A.R.T.

Die Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg dienen ab sofort als Versuchgebiet für die Alltagstauglichkeit der neuen Tüten. Ab Januar 2019 geben die Ausgabestellen dort sowohl die Papiertüten als auch die Maismehltüten an interessierte Kundinnen und Kunden aus. Für den Versuch stehen vorerst 250.000 Tüten zur Verfügung. Danach soll entschieden werden, ob auch im restlichen Verbandsgebiet Maismehltüten zum Einsatz kommen.

Keine Plastiktüten zum Bioabfall

Aufgrund der optischen Ähnlichkeit der Maismehltüten zu herkömmlichen Plastiktüten weist der A.R.T. darauf hin, dass ausschließlich die an den Ausgabestellen kostenlos zur Verfügung gestellten Tüten verwendet werden dürfen. Andere Tüten können in der Biogasanlage nicht verwertet werden. Die Plastikteile sind Störstoffe und könnten zusammen mit den als Dünger genutzten Gärresten auf den Äckern und Feldern enden.


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