Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)




17.10.2017

Keine Probleme mit dem Problemabfall

Verbandsversammlung tagt in Wittlich

Anders als üblich tagte die Verbandsversammlung des A.R.T. gestern nicht im Balkensaal in der Metternichstraße in Trier-Nord. Die Vertreter des flächenmäßig größten Abfallentsorgers in Rheinland-Pfalz trafen sich in Wittlich in der Kreisverwaltung des Verbandsvorstehers und Landrates Gregor Eibes.

Keine Biotonne sondern Biotüte
Die Verbandsversammlung wurde von Verbandsdirektor Dr. Monzel zunächst über den Umsetzungsstand bei der Einführung des Bringsystems für Speisereste aus Haushalten (sog. Trierer Modell Plus) sowie über die kürzlich durchgeführte, hochrangig besetzte Arbeitstagung zum Thema „regionale Biomasseverwertung“ informiert. Beim Trierer Modell Plus geht es um die getrennte Erfassung von Speise- und Küchenabfällen als ergänzendes System zur Grünschnitterfassung. Der A.R.T. hatte in jüngster Vergangenheit einige Kraftanstrengungen unternommen, um die Genehmigungsbehörden von dem alternativ zur Biotonne entwickelten System zu überzeugen.

Wie es hieß, sollen die Bürgerinnen und Bürger hierzu noch intensiver, u.a. durch die „Abfall-Fibel 2018“, informiert werden.
Bezüglich der Diskussion über die Abholung von Grünschnitt im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier verständigten sich die politischen Vertreter auf die weiterhin unentgeltliche Aufrechterhaltung dieses Serviceangebotes in einem dem tatsächlichen Bedarf entsprechenden Turnus von bis zu 13 Abholungen pro Jahr.

Problemmüllsammlung
Im Landkreis Trier-Saarburg wird die Problemmüllerfassung auf 30 Haltestellen des Problemmüllsammelfahrzeuges (Promüfa) ausgeweitet. Künftig sollen in allen Ortschaften im Landkreis Trier-Saarburg ab 1000 Einwohnern feste Anfahrtsstellen mit einer Verweildauer zwischen 30 bis 120 Minuten angefahren werden. Dieses System hat sich nach Ansicht des A.R.T. sehr bewährt. Im Gegenzug wird der A.R.T. die Abholung auf Abruf einstellen, da der administrative Aufwand diesen Service im Vergleich zum Haltestellesystem nicht rechtfertigt. Künftig soll das Haltestellesystem zudem Maßstab für das ganze Verbandsgebiet werden. So soll ebenfalls ab 01.01.2018 das Haltestellensystem im Landkreis Bernkastel-Wittlich eingeführt werden. Da der A.R.T. über mobile Containerfahrzeuge verfügt, erwartet der Verband durch eine Ausweitung auf das gesamte Verbandsgebiet neben einer Serviceverbesserung für die Kunden auch eine deutliche effizientere Einsammlung dieser für die Umwelt problematischen Abfälle. „In Zukunft wird es für Zeitgenossen, die ihre alten Farben und Lacke lieber im Wald als über den A.R.T. entsorgen, noch schwieriger werden sich herauszureden.“ sagt der stv. Verbandsvorsteher Herbert Kugel.

Ausbau der MBT Mertesdorf
Als letzten Punkt im öffentlichen Teil der Sitzung befasste sich die Versammlung noch mit Möglichkeiten der Entsorgung von unvorbehandelten Restabfällen, um die Anlage in Mertesdorf während einer Umbauzeit, die für die Optimierung der Anlage benötigt wird, zu entlasten. Die Abfallaufbereitungsanlage (MBT) wird mit einem Investitionsvolumen von rd. 10 Mio. Euro im nächsten Jahr dahingehend weiter entwickelt, dass zusätzliche Abfallströme nicht mehr verbrannt, sondern einer Verwertung zugeführt werden können. Dies vor allem mit dem Ziel, die drastisch gestiegenen Zuzahlungen für den Brennstoff aus Mertesdorf zu reduzieren.



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